Zecken

Zecken stellen zwar keine Lebensgefahr da oder sind ein Einsatzgrund für den Rettungsdienst, dennoch ist dies eine der häufigsten Fragen in meinen Kursen : "Was mache ich mit Zecken ?" 

 

Linksherum, rechtsherum, Klebstoff, Öl, nichts tun .... um das Entfrenen einer Zecke bilden sich viele verschiedene Methoden.

Grund genug das sogar die Internetseite www.zecken.de erstellt wurde.

 

 

Kann ich meine Kinder vor Zecken schützen?

Einen sicheren Schutz vor Zecken gibt es leider nicht. Zecken fallen nicht wie viele Menschen glauben von den Bäumen, sondern sitzen hauptsächlich auf Gräsern, in Büschen und im Unterholz im Wald. Lange Kleidung schützt Ihr Kind! Nach einem Aufenthalt im Wald oder auf einer Wiese sollten Sie Ihr Kind nach Zecken untersuchen. Die häufigsten Stellen an denen sich Zecken festsaugen sind: Arme, Kniekehlen, Hals und Kopf.

 

Zeckenentfernung:

Das wichtigste bei der Zeckenentfernung ist ein geeignetes Hilfsmittel. Zeckenkarten oder Zeckenpinzetten gib es schon für kleines Geld in der Apotheke. Finger weg von Hausmitteln wie Alkohol, Klebstoff o.ä. ! Achten Sie beim Entfernen der Zecke darauf, diese nicht zu zerdrücken oder zu zerquetschen. Dabei können gefährliche Körperflüssigkeiten der Zecke auf den Menschen übertragen werden. Dies können Sie verhindern, wenn Sie versuchen die Zecke mit einer Zeckenzange/Zeckenkarte möglichst körpernah zu greifen. Die Zecke sollte so langsam wie möglich aus der Haut gezogen werden. Lassen Sie sich ruhig 20-30 Sekunden Zeit und üben einen gleichmäßigen Zug auf die Zecke aus. Ruckartige Bewegungen sollten Sie vermeiden!
Trotz  aller Bemühungen können noch Reste der Zecke in der Haut verbleiben. Hierbei handelt es sich meistens um den Stechapparat der Zecke. Dies kommt häufiger vor und ist nicht schlimm. Der Stechapparat wir mit der Zeit selbständig abgestoßen.

Sollten Sie unsicher bei der Zeckenentfernung sein, lassen Sie die Zecke durch einen Kinderarzt entfernen.

 

Die Zecke ist raus....und jetzt ?
Untersuchen Sie Ihr Kind nach einem Zeckenstich regelmäßig auf Hautausschlägen. Bei einer Borrelien-Infektion kann es zu einer charakteristischen Hautinfektion kommen die in der Umgebung der Einstichstelle Auftritt und das auch erst 3-20 Tage später. Sollten Sie eine Hautveränderung bei Ihrem Kind nach einem Zeckenstich feststellen, sollten Sie unbedingt einen Kinderarzt aufsuchen. Der Kinderarzt wird dann entscheiden ob einen orale antibiotische Therapie notwendig ist.
Sollte nach einem Zeckenstich  Fieber oder unklare, Grippeähnliche, Symptome bei Ihrem Kind auftreten, ist eine Vorstellung beim Kinderarzt erforderlich. Ebenso bei Schmerzen und Schwellung im Bereich der Stichstelle.

Für Betreuungspersonen in Einrichtungen (Kitas, Tagespflege o.ä.)

Das entfernen von Zecken stellt eine Erste-Hilfe Leistung da. Es ist als "Unfallereignis" im Verbandbuch einzutragen ! Nützliche Informationen und Broschüren hierzu bekommen Sie bei der Unfallkasse NRW oder der DGUV.

http://publikationen.dguv.de/dguv/udt_dguv_main.aspx?FDOCUID=26322      < Broschüre der DGUV ( auch als Download)